03.05.2021

Das Problem mit des Hundes „Geschäft“

Sogenannte Dog-Stations, also Behälter für Hundekotbeutel, bieten Erleichterungen.


Das Wandern und Spazieren zählt seit Beginn der Corona-Pandemie aufgrund des geringen Ansteckungsrisikos für viele Naturbegeisterte zum Ausgleich. Und was Hundebesitzer mit ihrem täglichen „Gassi-Gehen“ schon lange wissen, wird einer breiten Bevölkerungsgruppe immer mehr bewusst: Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft tut Körper und Geist gut. Apropos Hundebesitzer, von denen es in Vorarlberg tausende gibt: Klarerweise ist es nicht vermeidbar, dass ein Hund während des Spazierens sein „Geschäft“ verrichtet. Das führt mitunter zu unliebsamen Begegnungen und Kritik. Vor allem zahlreiche Landwirte und Grundbesitzer, aber auch Spaziergänger ohne Hund fühlen sich durch übelriechenden Hundekot beeinträchtigt – erst recht, wenn man unbeabsichtigt in einen hineintritt.

Hunde an die Leine

Grundsätzlich wäre es wünschenswert, wenn das Herrchen oder Frauchen eines jeden Hundes den Kot unmittelbar entfernen und entsorgen würde. Daher werden in vielen Kommunen an markanten Punkten sogenannte „Dog Stations“, also Stationen mit Hundekotbeutel samt integriertem Abfallbehälter, aufgestellt. Auch in der Gemeinde Bildstein wurde nun eine weitere Station platziert. „Ich gebe Hundebesitzern teilweise Recht, wenn sie sich über zu wenig Angebot diesbezüglich monieren. Umgekehrt“, erklärt Bürgermeister Walter Moosbrugger, „ist es aber auch wichtig, dass die Plastikbeutel erstens verwendet und zweitens richtig entsorgt und nicht einfach weggeworfen werden.“

Wobei es für die Gemeinde mit dem Aufstellen der Stationen nicht getan ist: „Die Beutelspender müssen vom Bauhof bestückt und die Müllbehälter entleert werden.“ Und natürlich müssen Hunde an der Leine gehen, bei freilaufenden Vierbeinern funktioniere die Hundekotentsorgung sowieso nicht und Konflikte mit dem weniger Hunde-affinen Teil der Bevölkerung seien quasi vorprogrammiert. „Es geht darum, mit Hausverstand zu agieren und sich in die Situation des jeweils anderen hineinzuversetzen. Mit gegenseitigem Verständnis können viele Probleme vermieden werden.“

©Natascha Moosbrugger


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